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Bei einer öffentlichen Anhörung des Ausschusses für Wirtschaft und Energie stellte Patrick Kaczmarczyk Forschungsergebnisse des Kompetenzzentrums zur möglichst kostengünstigen Finanzierung des Stromnetzausbaus vor.
Am 22. Juni 2026 war Patrick Kaczmarczyk vom Kompetenzzentrum für Transformationsforschung als Sachverständiger zu einer öffentlichen Anhörung des Ausschusses für Wirtschaft und Energie des Deutschen Bundestages eingeladen. Gegenstand der Anhörung war das Zweite Gesetz zur Änderung des Bundesbedarfsplangesetzes, mit dem der Ausbau der deutschen Stromübertragungsnetze beschleunigt und kosteneffizienter gestaltet werden soll.
In seiner Stellungnahme rückte Kaczmarczyk die Finanzierungsoptionen des Netzausbaus in den Mittelpunkt, die einen weit größeren Einfluss auf die Netzentgelte haben werden als operative Entscheidungen wie Freileitungen versus Erdkabel. Forschungsarbeiten des Kompetenzzentrums beziffern den Investitionsbedarf für Übertragungs- und Verteilnetze bis 2045 auf rund 651 Milliarden Euro. Wie stark diese Investitionen die Strompreise belasten, hängt wesentlich von den Finanzierungskosten ab. Den Berechnungen zufolge würden die durchschnittlichen Netzentgelte bei einer Ausweitung der öffentlichen Eigenkapitalfinanzierung um rund 1,7 Cent je Kilowattstunde steigen. Bei einer Finanzierung der gleichen Eigenkapitallücke durch private Finanzinvestoren wären es rund 3 Cent. Die daraus entstehenden zusätzlichen Kosten für Stromkundinnen und Stromkunden werden bis 2037 auf rund 110 Milliarden Euro geschätzt.
Kaczmarczyk sprach sich daher dafür aus, den Ausbau der Stromnetze mit einer langfristigen öffentlichen Finanzierungsstrategie zu verbinden und die öffentliche Beteiligung an den Übertragungsnetzbetreibern schrittweise auszubauen.
