Tom Krebs und Patrick Kaczmarczyk präsentierten auf der Branchenkonferenz Stahl der IG Metall Forschungsergebnisse zur Zukunft der deutschen Stahlindustrie und diskutierten mit Beschäftigten und Gewerkschaftsvertretern über die industriepolitischen Voraussetzungen der Transformation.
Wie kann die Stahlindustrie in Deutschland klimaneutral werden und zugleich international wettbewerbsfähig bleiben? Diese Frage stand im Mittelpunkt eines Beitrags von Tom Krebs und Patrick Kaczmarczyk auf der Branchenkonferenz Stahl 2026 der IG Metall. Auf der Konferenz kamen rund 120 Betriebsräte, Vertrauensleute und Gewerkschaftsvertreter aus den deutschen Stahlregionen zusammen, um über die wirtschaftliche Lage der Branche und die Bedingungen für ihre Transformation zu diskutieren.
Krebs und Kaczmarczyk stellten Berechnungen des Kompetenzzentrums zur Wirtschaftlichkeit einer klimaneutralen Stahlproduktion vor. Im Zentrum stehen verlässliche Energiepreise, eine gezielte Förderung der notwendigen Investitionen, die Stärkung der Nachfrage nach klimaneutral produziertem Stahl und öffentliche Beteiligungen an strategisch wichtigen Unternehmen. Unter diesen Bedingungen ergibt sich im Basismodell ein konkurrenzfähiger Produktionspreis von rund 590 Euro je Tonne grünem Stahl. Zugleich zeigen die Berechnungen, dass die Personalkosten für die Wettbewerbsfähigkeit der Produktion nur eine vergleichsweise geringe Rolle spielen.
Die Diskussion auf der Konferenz zeigte zugleich, wie eng die Transformation mit der Frage der Beschäftigungssicherung verbunden ist. Die IG Metall verabschiedete eine Resolution, die mögliche zeitlich begrenzte Entlastungen im europäischen Emissionshandel an Investitionen in klimaneutrale Produktion sowie an die Sicherung von Standorten und Beschäftigung koppelt.
